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Kategorie Besser texten

Tipps zu Dragon NaturallySpeaking

Texte schneller schreiben dank Spracherkennung

Stellen Sie sich vor, Sie könnten beim Schreiben von E-Mails und langen Texten viel Zeit sparen und sich dabei nebenbei schon einen Kaffee machen. Mit einer Spracherkennungssoftware, die das, was Sie sagen, in Text umwandelt, ist das möglich. Um Ihnen die Umgewöhnung so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Kurz gesagt:

Mit einer Spracherkennungssoftware sind sie ca. 20 % schneller, als wenn Sie mit der Tastatur tippen. Außerdem können Sie immer und überall Texte diktieren und sie später am Computer in die schriftliche Form umwandeln. Dragon NaturallySpeaking ist eines der beliebtesten Programme und bietet viele Möglichkeiten. Je mehr Sie darüber wissen, desto produktiver können Sie damit arbeiten.

Spracherkennung für jedermann

Die Zeiten, in denen es hieß „Ich habe sie leider nicht verstanden.“ sind längst vorbei und die Technik so weit ausgereift, dass jeder sie ohne große Probleme nutzen kann. Google und andere Unternehmen stellen inzwischen kostenlose Tools zur Verfügung, aber noch bieten Marktführer wie Dragon NaturallySpeaking einige Vorteile und Funktionen, für die sich die Anschaffung lohnt.

Dragon NaturallySpeaking

Der Grundstein für Dragon wurde schon Anfang der 1980er-Jahre gelegt. Nach mehreren Firmenaufkäufen ist heute Nuance Communications dafür verantwortlich, eine Firma, die sich zunächst unter dem Namen Visioneer mit digitaler Bildverarbeitung beschäftigt hat. Im Jahr 2001 wurde das Angebotsspektrum durch den Kauf von Sprachverarbeitungs-Software erweitert. Der Hauptsitz befindet sich in Burlington in den USA. Dort wird die Software nur unter dem Namen Dragon vertrieben, in Deutschland findet man meistens noch den Zusatz NaturallySpeaking, was so viel wie natürlich sprechen bedeutet.

Unsere 10 Tipps für die Dragon Spracherkennung

1. Die richtige Version finden

Momentan werden vier verschiedene Versionen von Dragon angeboten:

  • Dragon Anywhere für mobile Geräte
  • Dragon Home, die vielseitige Basisversion
  • Dragon Professional Individual für kleine Unternehmen
  • Dragon Legal Individual speziell für juristische Schriftstücke

Mit Ausnahme der Home-Version werden alle Produkte auch für große Unternehmen als Cloud-Lösung angeboten.

Für den Privatanwender und kleine Unternehmen reicht die Home-Version vollkommen aus. Sie kann zusammen mit einem normalen Headset verwendet werden. Auch die Systemanforderungen für Ihren Computer sind nicht besonders hoch. Sie sollten nur darauf achten, dass es nicht zu viele Störgeräusche gibt. In einem Großraumbüro lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Mikrofons. Nuance selbst bietet neben einem normalen Headset eine Bluetooth-Variante und das Nuance PowerMic™ III an, das die wichtigsten Funktionen zusammenfasst und gleichzeitig als Computer-Maus dient.

2. Dragon-Benutzerprofil einrichten und trainieren

Im Gegensatz zu den meisten kostenlosen Spracherkennungsprogrammen stellt sich Dragon individuell auf Ihre Sprechgewohnheiten ein. Das Programm lernt, wie schnell und laut Sie sprechen und welche sprachlichen Eigenheiten Sie haben. Um die Genauigkeit zu verbessern, können Sie zwei Möglichkeiten verwenden:

  • Beispieltexte vorlesen
  • das Vokabular mit vorhandenen Texten trainieren

Sie können Dragon also zum Beispiel Ihre geschäftlichen E-Mails zu lesen geben, um neue Wörter zu lernen, die es nur in Ihrer Branche gibt. Später haben Sie jederzeit die Möglichkeit, einzelne Wörter hinzuzufügen oder zu trainieren. Damit weiß dann Dragon, ob Sie „Influenza“ oder „Influencer“ meinen.

Danach sollten Sie sich etwas Zeit für die Lernprogramme nehmen, die Sie unter "Hilfe" --> "Lernprogramm" bzw. „Interaktives Lernprogramm“ finden.

3. Den richtigen Modus auswählen

In Dragon können Sie Ihre Stimme für vier verschiedene Anwendungen verwenden:

  • Diktieren
  • Befehle eingeben
  • Zahlen eingeben
  • Buchstabieren

Im Standardmodus kombiniert Dragon diese vier Bereiche, kann sie aber nicht immer auseinanderhalten. Alle Befehle, die Dragon erkennt, sind unter „Extras“ --> „Befehlscenter“ zu finden, alle anderen Wörter unter „Vokabular“. Für den Anfang ist es am einfachsten, wenn Sie nur mit dem Diktiermodus arbeiten. Dann kann es nämlich nicht passieren, dass Sie zum Beispiel vergessen, das Mikrofon auf stumm zu schalten, wenn das Telefon klingelt und Dragon irrtümlicherweise alle möglichen Programme öffnet oder sogar Dateien löscht.

Dragon unterscheidet zwischen globalen Befehlen, die überall funktionieren, und anderen Befehlen, die auf bestimmte Programme zugeschnitten sind. Zum Beispiel „Downloads anzeigen“, ein Befehl, der nur in Mozilla Firefox funktioniert.

4. Lernen Sie alles (richtig) auszusprechen

Mit Dragon können Sie alles, was Sie normalerweise mit Tastatur und Maus machen würden, mit Ihrer Stimme erledigen. Wenn Sie vollkommen auf Maus und Tastatur verzichten wollen, bedeutet das eine ziemliche Umstellung. Sinnvoller ist es, wenn Sie die Sprachsteuerung als zusätzliche Möglichkeit nutzen, um Ihre Geschwindigkeit zu steigern. An manche Dinge werden Sie sich aber schnell gewöhnen.

Wenn Sie einen Text diktieren, müssen Sie sämtliche Satzzeichen und teilweise auch die Groß- und Kleinschreibung mit dazu sagen. Dieser Satz wird dann so diktiert: „GROß wenn GROß sie diktieren KOMMA müssen GROß sie sämtliche satzzeichen und teilweise auch die groß BINDESTRICH und kleinschreibung mit dazu sagen.“ Wörter wie „Großschreibung“, in denen ein Steuerungsbefehl vorkommt, können zu Problemen führen. Dragon funktioniert am besten, wenn Sie in ganzen Sätzen sprechen. Sie sollten sich nicht daran stören, dass noch gar nichts da steht, während Sie schon beim nächsten Satz sind. Bei der nächsten Sprechpause wird Dragon das aufholen.

Keine Sorge, wenn Sie nicht alle Funktionen von Dragon nutzen. Hauptsache Sie nutzen das, was Ihnen die Arbeit erleichtert.

5. Dragon kann auch vorlesen

Andere Programme für die Produktion natürlicher Sprache aus Texten sind zwar inzwischen fortgeschrittener als Dragon, aber für eine Kontrolle dessen, was Sie geschrieben haben oder um den Inhalt eines fremden Textes zu erfassen, reicht die Vorlesefunktion von Dragon allemal. Sie können in „Extras“ --> „Optionen“ --> „Wiedergabe/Sprachausgabe“ eine Stimme auswählen, die Ihnen zusagt, und dann „Absatz / Dokument lesen“ sagen. Mit der Escape-Taste lässt sich die Wiedergabe jederzeit beenden.

6. Sprache und Keyboard sinnvoll kombinieren

Wenn Sie sich einigermaßen mit Dragon vertraut gemacht haben, sollten Sie unbedingt einen Blick in „Extras“ --> „Optionen“ werfen. Dort finden Sie einige Einstellungen, die passen sollten, damit Sie optimal mit Dragon arbeiten können. Sie können zum Beispiel einstellen, wo die Leiste von Dragon angezeigt werden soll, und ob Sie, nachdem Dragon einen Befehl oder einen Satz erkannt hat, einen Signalton hören wollen.

Eine wichtige Funktion sind die Zugriffstasten, mit denen Sie wichtige Befehle wie zum Beispiel das Ein- und Ausschalten des Mikrofons auf bestimmte Tasten oder Tastenkombinationen legen können. Standardmäßig werden dafür die Tasten des Zahlenblocks verwendet. Wenn Sie feststellen, dass bestimmte Tasten nicht funktionieren, wenn Sie Dragon verwenden, sollten Sie nachschauen, ob es an diesen Zugriffstasten liegt.

7. Lernen Sie neue Fehler kennen

Wenn Sie beim Tippen eines Textes Fehler machen, ist das meist nicht so schlimm, weil man den Sinn dahinter noch versteht, auch wenn Sie mit einzelnen Buchstaben daneben liegen. Wenn Sie bei Dragon nuscheln, kann ziemlicher Unsinn dabei herauskommen.

Hier der obige Absatz noch mal vernuschelt, um das zu verdeutlichen:
Weltmeisters Fehler Mannesmann schlimmen meinen Sinn der hinteren verstehe Rendite eine Buchstaben daneben liegen in den Andrang Muscheln grenzenlosen rauskommen.

Ihren Text korrekturzulesen oder von Dragon selbst noch einmal vorlesen zu lassen, ist also sehr zu empfehlen.

8. In allen Textfeldern diktieren

Unter „Optionen“ --> „Weitere Einstellungen“ finden Sie die Möglichkeit, „Diktierfenster für nicht unterstützte Anwendungen verwenden“ zu (de)aktivieren. Immer wenn Dragon ein Programm nicht kennt, öffnet sich ein Diktierfenster, falls diese Option aktiviert ist. Das hat zur Folge, dass Sie zum Beispiel in unbekannten Browsern oder E-Mail-Programmen keinen Text eingeben können. Dort sollte diese Einstellung ausgeschaltet sein.

9. Effizient mit Dragon arbeiten

Neben den voreingestellten Textbefehlen können Sie jederzeit eigene Befehle und Kürzel hinzufügen. Damit lässt sich zum Beispiel mit zwei Worten eine Grußformel einfügen oder ein kompletter Textblock, den Sie immer wieder verwenden.

Um Zeit zu sparen, können Sie Dragon alle möglichen Abkürzungen beibringen oder aus umgangssprachlichen Wörtern automatisch das Äquivalent der Schriftsprache machen.

Aus gutem Grund gibt Dragon in der Programmhilfe einige Empfehlungen, wie Sie Ihre Stimmbänder schonen können. Die Steuerung von Dragon liegt irgendwo zwischen Vorlesen und ungezwungener Unterhaltung. Viele Nutzer gehen aber zunächst zu verkrampft an die Bedienung heran. Sie sprechen zum Beispiel zu laut oder zu gepresst. Es genügt, wenn Sie deutlich und mit ihrer ganz normalen Stimme sprechen.

10. Spaß mit Dragon

Ein Nebeneffekt von Dragon ist, dass Sie damit üben, deutlich zu sprechen und sich zu überlegen, was Sie eigentlich sagen wollen. Nicht, dass Sie das brauchen würden, aber bestimmt kennen Sie den einen oder anderen Zeitgenossen, den man gerne einmal mit Spracherkennungssoftware konfrontieren würde.

Außerdem soll es erfahrene Nutzer geben, die in einer diktierten E-Mail einfach das sagen, was sie sich gerade von der Leber reden müssen, und Dragon sorgt dafür, dass aus den Schimpfwörtern die üblichen höflichen Floskeln werden. Dank verschiedener Nutzerprofile kann man so seine Sprache ganz nach Belieben und Anlass ent- oder verschärfen.

Die Anwendung dieses Tipps erfolgt auf eigene Gefahr!

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Über diesen Blog

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Team

Ursula Martens
Texterin, Autorin & Textercoach
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